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Kunstwerk
Zum Künstler
Rebekka Steiger
Zürich, 1993

Die grosszügigen Leinwände von Rebekka Steiger (*1993 in Zürich, lebt in Zürich, arbeitet in Luzern und Peking) schöpfen ihrerseits die Vielfalt der unterschiedlichen Malmittel und Techniken aus: Die Künstlerin setzt sowohl Ölfarbe und Gouache, als auch Tempera, Tusche und Pastell ein, deren spezifische Eigenschaften einen massgeblichen Einfluss auf ihre Art der Verwendung und die daraus resultierende Wirkung haben. Erneut spielen Zufall und Intuition eine tragende Rolle, denn Rebekka Steiger lässt der Materialität der Farbe in einem ersten Schritt teilweise ihren eigenen Lauf. Die flüssigen Tintenfarben formen durch verschiedene Experimente, wie beispielsweise das Ankippen des Bildträgers, eigene Spuren, denen die Künstlerin schliesslich nachgeht. Leerstellen werden vereinzelt gefüllt, andere Bildpartien übermalt, ergänzt und hervorgehoben. Aus dieser Dichotomie entstehen zahlreiche Bildräume, deren einnehmende, leuchtende Farbigkeit nicht nur auf ihre massgeblichen medialen Eigenschaften verweisen, sondern gleichzeitig wiederkehrende Grundformen einfangen. Wie eine entfernte Erinnerung oder eine flüchtige Fata Morgana zeichnen sich Umrisse von Landschaften, Bergketten oder bestimmten Figuren ab, aber auch abstrakte Elemente wie Kreise, Streifen, Linien und Vierecke. Leicht flimmernd und doch ganz explizit ermöglichen die Gemälde ein ausgeglichenes Nebeneinander von Flächigkeit und Tiefe, Nähe und Distanz, Realität und Fiktion.

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