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Kunstwerk
Zum Künstler
Henry Moret
Cherbourg, Frankreich, 1856 — 1913

Henry Moret (1856, Cherbourg – 1913, Paris) war ein französischer Maler des Impressionismus und in der Künstlerkolonie von Pont-Aven tätig. Er wurde besonders für seine farbenprächtigen Landschaften der bretonischen Küste bekannt.
Ausgebildet wurde Moret durch den Marinemaler Ernest Corroller. Dieser lehrte ihm die Kunst der Landschaftsmalerei, wie sie von Meistern wie Corot und Courbet praktiziert wurde, und ermöglichte ihm die Einschreibung an der École des Beaux-Arts in Paris. 1880 stellte Moret erstmals im Pariser Salon aus.
1888 ging er nach Pont-Aven, wo sich bereits zahlreiche Künstler eingefunden hatten, darunter Paul Gauguin. Unter dessen Einfluss finden sich ab nun mehrfache Anzeichen des Symbolismus in Morets Arbeiten.
Nachdem Gauguin die Gegend 1891 verlassen hatte, begann Moret, seinen eigenen Stil zu entwickeln. Im Jahr 1895 lernte er Paul Durand-Ruel kennen, der Galerien in Paris, London und New York hatte. So war es Moret möglich zahlreiche Werke in diesen Kunstmetropolen auszustellen.
Nach 1900 vertiefte Moret den impressionistischen Ausdruck in seinen Bildern, indem er feinere Farbflecken auftrug und schmalere Pinselstriche verwendete. Zunehmend konzentrierte er sich auf Landschaften, in denen seine Lichteffekte zum Ausdruck kamen, wie etwa Sonnenuntergänge oder Sturmszenen.