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Intro

Fernand Léger

Argentan, Frankreich, 1881 — 1955

Fernand Léger (1881, Argentan in der Normandie – 1955, Gif-sur-Yvette bei Paris) absolvierte eine Lehre als Architekt bevor er von 1903-1904 Kurse an der École des Arts Décoratifs und der Académie Julian in Paris besuchte. Sein Frühwerk zeugt zunächst von impressionistischen Anfängen, wobei seine Arbeiten bald darauf, beeinflusst durch Pablo Picasso und Georges Braque, kubistische Tendenzen aufweisen und er schliesslich zu einem der wichtigsten Vertreter des Kubismus avancierte. 1908 bezog Léger ein Atelier in der Pariser Künstlerkolonie La Ruche, wo er mit Künstlern wie Alexander Archipenko, Robert Delaunay, Henri Matisse, Guillaume Apollinaire und Marc Chagall Freundschaften schloss.
Während des Ersten Weltkrieges leistete Léger Frontdienst in Verdun. Diese Erfahrung stellte nicht nur eine Zäsur in Légers Leben dar, sondern manifestierte sich auch stilistisch in seinen Arbeiten; sein Œuvre wurde in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg durch seine Faszination für die mechanische Welt und das moderne Leben geprägt. Dynamik und Geschwindigkeit, welche in seinem Verständnis das moderne Leben bestimmten, veranschaulichte er durch rhythmische Ordnung von Farbe und kontrastreichen Formen. Neben Motiven des urbanen Raumes und mechanischen Elementen wurde der durch die Maschine und Massenproduktion veränderte Mensch zum zentralen Gegenstand von Légers Arbeit. Während des Zweiten Weltkrieges hielt Léger sich in den Vereinigten Staaten auf, dort prägte sein Spätwerk amerikanische Maler der Pop Art, wie etwa Roy Lichtenstein.

Kunstwerke