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Erich Heckel
Döbeln, 1883 — 1970

Erich Heckel (31.7.1883, Döbeln - 27.1.1970, Radolfzell am Bodensee) begann 1904 ein Architekturstudium in Dresden, wo er Ernst Ludwig Kirchner und Fritz Bleyl kennenlernte. Bereits 1905 brach er das Studium wieder ab und entschloss sich für eine autodidaktische Laufbahn als Künstler. Im Juni desselben Jahres gründete er mit Kirchner, Beyl und Karl Schmidt-Rottluff in Dresden die Künstlergruppe Brücke
1937 wurde ein Ausstellungsverbot für Heckels Werke ausgesprochen. Im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ fielen zahlreiche seiner Arbeiten Verbrennungen und Zerstörungen zum Opfer. 1944 fand Heckel Zuflucht in Hemmenhofen am Bodensee. Nach Kriegsende erhielt er verschiedene Aufforderungen nach Berlin zurückzukehren und ein Lehramt an der Hochschule der Künste zu übernehmen, doch lehnte er ab und blieb bis zu seinem Lebensende in Hemmenhofen.

Erich Heckels früher Stil zeigt Einflüsse von Vincent van Gogh und dem französischen Post-Impressionismus. Ab 1908 kann jedoch ein Übergang zu einer flächigen Malerei festgestellt werden. Um 1910 ist ein ausgeprägter Gruppenstil, gekennzeichnet durch grobe, kantige Formen und eine intensive Farbgebung, erreicht, den Heckel jedoch nach der Auflösung der Brücke wieder aufgibt. In der Druckgrafik fand Heckel schon sehr früh zu hoher Eigenständigkeit und einige seiner Holzschnitte zählen heute zu den stärksten Leistungen des deutschen Expressionismus.
Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich in Heckels Arbeiten eine naturalistische Klassizität, geprägt durch eine vorwiegend helle Farbpalette. Das Landschaftsaquarell wird zur bevorzugten Gattung für den Künstler und es entstehen zahlreiche Städte- und Hafenbilder. Parallel widmet er sich kontinuierlich auch Aktdarstellungen am Strand, ein Thema, das den Künstler bis in die 1930er Jahre beschäftigt.

 

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