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Intro

Pierre-Paul Girieud

Paris, 1876 — 1948

Nach seiner Tätigkeit als Zeichner für eine satirische Zeitschrift begab sich der französische Maler Pierre-Paul Girieud (*17.6. 1876 Paris - 26.12.1948) im Frühjahr 1900 nach Paris, um sich als Maler weiterzubilden. Gemeinsam mit Jules Monge (1855–1934) bezog er ein Atelier in Paris. Im Austausch mit Malerfreunden zeichnete Girieud an der Académie des Beaux-Arts, besuchte den Louvre und studierte in Ausstellungen Werke von Toulouse-Lautrec, Cézanne und van Gogh. Seine Auseinandersetzung mit der künstlerischen Avantgarde manifestiert sich in Girieuds Flächenmalerei mit Komplementärfarben, die sich stilistisch an Gauguin orientierte. Die 1906 geschlossene Freundschaft zu Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky beeinflusste die stilistische Entwicklung des Expressionismus der Neuen Künstlervereinigung München (N.K.V.M.). Mit der Intention die Antike und die frühe italienische Malerei zu studieren, reiste Girieud in die Toscana. Diese Beschäftigung ermutigte ihn künftig, biblische sowie mythologische Themen in seine Malerei einfliessen zu lassen.

Kunstwerke
CV
CV

Ausstellungen (Auswahl)

1911 4. Ausstellung der Berliner Neuen Secession
1911 Modernen Galerie Thannhauser, München

Literatur (Auswahl)

  • Bernd Fäthke: Pierre Girieud. Eigentlich ein Blauer Reiter. In: Weltkunst 70./2000, Nr. 3, München 2000, S. 483–485
  • Véronique Serrano: Pierre Girieud et l’expérience de la modernité, 1900-1912, Ausstellungskatalog, Musée Cantini, Marseille 1996
  • Ausstellungskatalog Der Blaue Reiter und das Neue Bild. Von der Neuen Künstlervereinigung München zum Blauen Reiter. Städtische Galerie im Lenbachhaus, Prestel, München 1999, 
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