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Kunstwerk
Zum Künstler
Cuno Amiet
Solothurn, CH, 1868 — 1961

Cuno Amiet (1868, Solothurn – 1961, Oschwand) gab als erster Schweizer Künstler der Farbe den Vorrang in der Komposition und gilt als Wegbereiter der modernen Malerei in der Schweiz. Als Fünfzehnjähriger malte Amiet das erste Selbstporträt, bevor er 1884 Schüler von Frank Buchser wurde. 1886 – 1888 besuchte Amiet die Akademie der Bildenden Künste in München und anschliessend die Académie Julian in Paris. 1892 ging er für ein Jahr nach Pont-Aven, wo er Paul Gauguin und Vincent van Gogh entdeckte und die Grundlagen für seinen Kolorismus legte.
Bei seiner Rückkehr in die Schweiz stiess seine Verwendung von reinen Farben auf Ablehnung. Unter dem Einfluss Ferdinand Hodlers, zu dem er bis 1905 eine enge Freundschaft pflegte, setzte er sich mit dem Jugendstil auseinander. Dann wurde die Künstlergruppe Die Brücke auf Amiet aufmerksam und gewann ihn als Mitglied (1906 – 1913). Er experimentierte erneut mit einem reinen Kolorismus und es entstand ein eigenständiges, reichhaltiges Werk, in dem vier Themen besonders hervortraten: Der Garten, die Obsternte, die Winterlandschaft und das Selbstporträt. Der Ort Oschwand, wo er sich 1898 niederliess, wurde ab 1908 zu einem Zentrum künstlerischen Schaffens und einem Treffpunkt für Kunstinteressierten.

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